Mathematisches Modellieren digital unterstützt

Das dim²ension-Projekt zum Mathematiklernen im Kontext von BNE

Autor/innen

Abstract

Digitale Ressourcen verändern grundlegend, wie mathematisches Modellieren gedacht und praktiziert werden kann. Sie erweitern die Möglichkeiten, komplexe Situationen zu erfassen, Daten zu recherchieren und aufzubereiten, Modellannahmen sichtbar zu machen, Simulationen durchzuführen und/oder Ergebnisse adressatengerecht zu kommunizieren. Damit geht ihre Rolle weit über die eines bloßen „Rechenwerkzeugs“ hinaus: Digitale Ressourcen können in allen Phasen des Modellierens, insbesondere mit einem ganzheitlichen Ansatz – vom Verstehen der Situation über das Mathematisieren bis hin zur Interpretation und Bewertung – strukturierend, unterstützend und auch kritisch-reflexiv wirksam werden.

Darüber hinaus gilt es auch Antworten auf Fragen zu finden, welche sich insbesondere im Transfer mit der Schule ergeben, wie beispielsweise: Wie lassen sich digitale Ressourcen so einbinden, dass sie Modellieren fördern, ohne Denkprozesse zu überdecken? Wie können Aufgaben gestaltet werden, die reale Daten und komplexe Kontexte einbeziehen, ohne diese zu stark zu vereinfachen? Wie kann ein reflektierter Umgang mit digitalen Informationen angebahnt werden, der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Bewertung von Modellen einschließt?

Besonders deutlich werden diese Fragen im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Hier helfen mathematische Modelle, globale Herausforderungen zu verstehen, Handlungsoptionen abzuwägen und Entscheidungen zu begründen. Das Erasmus+-Projekt dim²ension setzt einen zusätzlichen Fokus, um den Transfer in die Schulpraxis zu unterstützen. Hierzu wird eine digitale Infrastuktur für modellierungsorientierte Lernumgebungen bereitgestellt, in denen BNE-relevante Kontexte, mathematisches Modellieren und der bewusste Einsatz digitaler Ressourcen miteinander verknüpft werden.

Veröffentlicht

2026-02-24

Ausgabe

Rubrik

Digitales Lehren und Lernen - Konzepte und Beispiele