Zur Rolle historischer Aspekte in der Didaktik, erläutert am Beispiel der Paradoxie von Achilles und der Schildkröte

Horst Hischer

Abstract


Ein didaktischer Einbezug historischer Aspekte ist keineswegs per se trivial, wie es hier beispielhaft für die sog. „Paradoxien des Zenon von Elea“ aufgezeigt werden soll, und zwar ausführlich für den „Wettlauf von Achilles und der Schildkröte“, ferner angedeutet auch für den „Läufer im Stadion“. Denn das Besondere bei der hier dargestellten Behandlung des vorliegenden Themas besteht darin, dass nicht nur der rein mathematische Gehalt eine Rolle spielt, sondern vor allem auch der geistige Hintergrund, der zur damaligen Entstehung der überlieferten Probleme führte. So liegen bei diesen Beispielen erst dann Paradoxien vor, wenn das Weltbild von Parmenides zugrunde gelegt wird, demgemäß „Denken und Sein dasselbe“ ist, wobei „Bewegung“ in diesem Weltbild nicht zum „Sein“ gehört und also „Bewegung“ daher nicht gedacht werden kann.


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